Erneuerung der Zentralen Leitstelle des Wetteraukreises

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Leitstelle
Leitstellentechnik
Virtual KVM Gateways
KVM-System
Veröffentlicht 3. April 2024

Zentrales IP-KVM-Mediensteuerungssystem für optimierte Einsatzkommunikation

Qvest hat die Leitstellentechnik der Zentralen Leitstelle des Wetteraukreises neu eingerichtet. Dabei wurden Einsatzleitplätze, Besprechungsräume und der Stabsraum in ein zentrales Mediensteuerungssystem integriert.

Die Herausforderung bei der Erneuerung bestand darin, die bestehende Technik so zu modernisieren, dass sie den gestiegenen Anforderungen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz gerecht wird – und das auf einem Einsatzgebiet von rund 1.100 km2 mit einer Bevölkerung von circa 310.000 Menschen. IT-Endgeräte, Arbeitsplatzbildschirme, Smartdisplays und Großmonitore wurden vom Auftraggeber bereitgestellt.

Problem: Bisherige Infrastruktur stieß an ihre Grenzen

Die bisherige Infrastruktur der Zentralen Leitstelle war bei Notrufannahme, Alarmierung und Kommunikationsabwicklung an ihre Grenzen gestoßen. Im Zuge der Ertüchtigung der kreiseigenen Liegenschaft im hessischen Friedberg hat Qvest ein umfassendes Upgrade der Leitstellentechnik realisiert.

Kern dieses Upgrades war die Integration eines modernen IP-KVM-Systems mit bis zu 4K-/60-Hz-Auflösung, das eine gestochen scharfe Darstellung auf allen Arbeitsplatzbildschirmen, Smartdisplays und Großmonitoren ermöglicht – dank der vorhandenen LWL-Multimode-Verkabelung sind Distanzen bis zu 300 Meter für die Übertragen eines 4K-Signals (@60Hz, 4:4:4@8bit) kein Problem.

Lösung: Umfassendes Technik-Upgrade

Die Installation von 51 Arbeitsplatzmodulen und 53 Computermodul-Extendern – unterstützt durch zwei Virtual KVM Gateways – schafft eine flexible und redundante Steuerungsinfrastruktur. Die KVM-Matrix wird dabei über intuitive Touchpanels oder webbasierte HTML5-Client-PC-Anwendungen bedient. Eine zusätzliche Watchguard Firewall verhindert unautorisierten Zugriff und stellt die Systemsicherheit sicher. 

Für die Netzwerkarchitektur kommen fortschrittliche M4300-96X-Switches des Herstellers Netgear zum Einsatz. Die Switches sind mit redundanten Netzteilen ausgerüstet, als Stack konfiguriert und stellen das Layer-3-AV-Netzwerk zur Verfügung. Durch eine Stacking-Bandbreite von 240 GB wird eine hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit erreicht. 

Integration eines IP-KVM-Systems mit folgenden Kernkomponenten

  • 51 Arbeitsplatzmodule, 4K-Displayport 1.2, Extender over IP, redundant, in Fiber. Reichweite der 4K-Extender von 300 Metern (bei einer Auflösung von 4096x2160 @ 60Hz mit einer Farbkodierung 4:4:4 @8 bit) für Arbeitsplätze und Senken. 
  • 53 Computermodule, 4K-Displayport 1.2 mit aktiven HDMI-Konvertern, Extender over IP, redundant, in Fiber. Reichweite der 4K-Extender von 300 Metern (bei einer Auflösung von 4096x2160 @ 60Hz mit einer Farbkodierung 4:4:4 @8 bit) für die Quellen. 
  • Zwei Virtual KVM Gateways für die virtuellen Rechner (Quellen). 
  • Steuerung der KVM-Matrix über Touchpanel oder Webseiten (HTML5) der Client-PCs eines Vuwall-Systems. Der Webservice steuert das Interface (API) des KVM-Switching-Managers. Das Touchpanel dient auch als Rückfallebene, da es direkt im KVM-Netz eingebunden ist.  
  • Die Steuerung des KVM-Systems erfolgt direkt von den Arbeitsplätzen und über ein Touchpanel. Um unbeabsichtigte Zugriffe zwischen den Netzen des Einsatzleitsystems und des AV-System zu verhindern, erfolgt die Steuerung über eine Watchguard-Firewall. 
  • Das KVM-Netz ist mit vier baugleichen Switches des Typs M4300-96X als Layer-3-Netz des Herstellers Netgear aufgebaut. Zum Einsatz kommen modulare 96-Port Switches, die als Stack konfiguriert sind. Die Stacking-Funktion wird über jeweils 6 x 40G-Ports realisiert. Damit stehen 240 GB Bandbreite zur Übertragung der Signale zwischen den Switches zur Verfügung. Somit wird die Funktion des restlichen Systems bei dem Komplettausfall eines Switches gewährleistet. Die Switches sind entsprechend ihrer Funktionalität mit 10G-Fiber- oder CAT-Anschlüssen ausgerüstet und verfügen über redundante Netzteile. 

Vorteile: Leistungsfähige und zuverlässige Leitstellentechnik

Die Zentrale Leitstelle im Wetteraukreis verfügt nun über eine leistungsfähige und zuverlässige Leitstellentechnik, die die operativen Abläufe bei Notrufannahme und -verarbeitung signifikant verbessert. Zudem sorgt die hohe Auflösung und die intuitive Steuerung für einen reibungslosen Informationsfluss und eine verbesserte Entscheidungsfindung im Einsatzfall.

Durch die redundante und gesicherte Netzwerkkonstruktion ist die ständige Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Systems auch bei Ausfällen gewährleistet – das stellt kontinuierliche Einsatzbereitschaft sicher. Die Erneuerung ist somit nicht nur eine Technologieverbesserung, sondern auch eine signifikante Investition in die Sicherheit und Effizienz der Notfalldienste des Wetteraukreises.


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